Für meinen Papa

Zur Erinnerung:

Gerade als sich die ersten Sonnenstrahlen
durch die dunkle Nacht schieben konnten,
kam er zu dir, still und unbemerkt.

Ich wollte dich nur in den Armen halten,
dich vor allem und jeden beschützen,
dich nicht mehr loslassen, in der Hoffnung,
alles Böse abwenden zu können.

Selbst die schwersten Schritte sind wir
zusammen gegangen. Für dich habe ich gekämpft, geweint, mit dir gelacht. Auch wenn du manchmal gar nicht wußtest, warum wir lachen. Die reale Welt nicht mehr wirklich begreifen konntest,
hattest du immer ein Lächeln auf den Lippen. Vielleicht hast du gerade deshalb immer gelächelt.

Dein größter Wunsch war es, dass ich noch
etwas bleibe. Ich war immer irgendwie in Eile. Jetzt möchte ich bleiben, aber jetzt es ist zu spät.

Einsam und allein hast du ihn empfangen.
Mitten in der Nacht. Dein letzter Gang,
er ist vollbracht.

Nun sitz ich hier, möchte dich immer noch umarmen, mit dir lachen, weinen, dich beschützen. Mir sind nur noch meine Tränen geblieben.

Kein Leid der Welt, dir jetzt noch was
anhaben kann. Aber das Gefühl, dich
immer noch beschützen zu wollen, bleibt...

(10.05.1939-07.11.2009)




 

Majare am 10.12.09 21:41

Letzte Einträge: Mein erster Blog, Am Freitag war ich auf einer Beerdigung

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